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Beginnen wir mit einigen tatsächlichen Verhaltensmustern aus seelsorgerlichen Gesprächen, die Abhängige zum Schutz ihrer Sucht entwickelten:
- Ein junger Familienvater buchte ein Fernstudium und schloss sich abendlich 2h in zum Lernen in seinem Arbeitszimmer ein. Als er ca. ein Jahr später mit einem gefälschten Zwischenzeugnis aufflog, bekannte er, die „Lernzeit“ mit Gaming und Gambling verbracht zu haben – die Ehe konnte nur schwer gerettet werden.
- Ein guter Freund hatte zeitweise das Problem ständigen Alkoholkonsums. Seiner Frau vermittelte er, dass sein abendlicher Schluck aus der Maggi-Flasche seinen Magen beruhige. Wirklich verheimlichte er seiner Frau seine „Fahne“, andere versuchen dies mit Mundwasser oder alkoholhaltigen Energietoniken (z.B. Doppelherz, Buer Lecithin, …).
- Bei mehrtägigen Familienbesuchen entwickelte ein Familienvater eine Vorliebe für einsame, halbstündige Foto-Touren. Grund war nicht die schöne Natur, sondern seine Nikotinsucht, die ihn mehrmals am Tag quälte.
- Eine Bekannte hatte abends plötzlich auf dem Herzen, Traktate zu verteilen und wünschte auch keine Begleitung, da sie dann freier Sprechen könne. Ihrer stolzen Familie beichtete sie später, dass diese Rundgänge oft die nahe gelegene Tankstelle zum Ziel hatte, da diese 24/7 Spirituosen und Rauchwaren anbot.
All das sind reale Fälle von Glaubensgeschwistern. Sicher können wir anderen und uns selbst etwas vormachen – ebenso sicher verachten wir uns aber später dafür, wenn wir unsere Vorgehensweise im rechten Licht betrachten.
Wenn Du Dich durch die obigen Beispiele angesprochen fühlst oder Dich evtl. sogar mit ihnen identifizieren kannst – dann bleib bitte dabei stehen und schau in Dich.
- Wie kann es sein, dass ein Mann seine Familie belügt, um Seiner Mediensucht nachzukommen – die Mediensucht also sein engerer Freund ist?
- Wie kann es so weit kommen, dass ein Mann seine „bessere Hälfte“ anlügt – der Alkohol also sein engerer Freund ist?
- Was muss passieren, bis man die Gastgeber und seine eigene Familie zurücklässt – Nikotin also der engere Freund ist?
- Wie abgebrüht muss man werden, dass man eifrige, geistliche Betätigung vortäuscht – Alkohol und Nikotin aber engere Freunde sind?
In den meisten Fällen liegt eine einfache Selbsttäuschung zugrunde: man hat die Kontrolle über z.B. seinen Alkoholkonsum verloren und betreibt nun einen enormen Aufwand, wie die verbergende Maske aufrecht erhalten werden kann. Wenn man – wie Asaph in Psalm 73 – aber mal „zu sich selbst kommt“, also in sich geht und den unmoralischen Status quo ehrlich bewertet, kommt man zur Erkenntnis: Der früher gut beherrschte Alkohol- und Medienkonsum hat mich überwältigt und beherrscht nun mich. Der erlaubte, aber nicht nützliche Konsum hat jetzt die Hoheit über mein Leben – und ich habe meinen geliebten Ehepartner, meine liebe Familie, meinen Freundeskreis und viele andere zu seinem Schutz getäuscht, belogen und hintergangen – weil ich ihm unterworfen bin.
Wenn Du in Deinem Leben eine Maske nutzt, setz sie ab oder lass Dir dabei helfen! Du verlierst Deine Authentizität und Würde, da Du im Innern weißt, dass vieles in Deinem Leben nur Fassade bzw. Makulatur ist. Entdecke Deine wahre Identität, Dein gottgegebenes Selbst – lebe das kraftvoll und authentisch aus und lasse Dich nicht weiter unterwerfen und zweckentfremden!
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