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Wie kommt es, dass manche Christen ihr Leben anscheinend mühelos, voller Schwung leben und wir manches Mal schon dankbar sind, wenn wir uns überhaupt vorwärts bewegen? Wir möchten einige kurze Impulse dazu geben und beginnen mit dem folgenden Bibelvers:

„23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! 24 Und sieh, ob ein Weg der Mühsal {oder: Weg des Schmerzes} bei mir ist, und leite mich auf ewigem Weg!“ (Psalm 139:23-24)

Offensichtlich können unsere Gedanken und unser Herzenszustand unsere Geschwindigkeit hemmen und entscheiden darüber, ob wir einen Weg der Mühsal, des Schmerzes gehen oder nicht.  Aus persönlicher Erfahrung gehe ich übrigens davon aus, dass jede Sünde Potenzial hat, sich zu einem „Weg der Mühsal“ zu entwickeln.

In Hinblick auf den Schmerz gibt es zum einen die „Selbstverletzung“ durch materiellen Fokus, den wir in 1.Timotheus finden:

“ 10 Denn die Geldliebe ist eine Wurzel alles Bösen, der nachstrebend einige von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben.“ (1.Timotheus 1:10)

Wenn wir unsere Erfüllung und Ausrichtung im materiellen, vergänglichen Bereich suchen,  fehlt uns der „Drive“, da der dann auch meist vergänglich ist. Diametral entgegen ist die Wirkung, die uns Hebräer 12 zeigt:

„1 Deshalb nun, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, lasst auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf, 2 hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens[…] 3 Denn betrachtet den, […] damit ihr nicht ermüdet, indem ihr in euren Seelen ermattet.“ (Hebräer 12:1-3)

Im ersten Vers wird an uns appelliert, das Folgende ernst zu nehmen, da wir eine große Wolke von Zeugen für dieses Erfolgsrezept haben. Wir sollten sie nachahmen, indem wir einen achtsmen Blick auf uns selbst werfen. Der erste Blick sollte sich auf Dinge richten, die Dich hemmen – ein Ziel erreichst Du nur dann, wenn Du Dich überhaupt fortbewegen kannst. Achte dabei auf zwei „Bremsklötze“:

  1. die „leicht umstrickende Sünde“ kommt langsam auf Dich zugekrochen und schlingt sich erst um Deine Knöchel und versucht, Dich immer bewegungsunfähiger zu machen oder wenigstens zum Stolpern zu bringen.
  2. darüber hinaus gibt es aber auch „Bürden“, die Dich belasten und ausbremsen können. Das muss keine Sünde sein, aber z.B. ein ungezügelter Charakter oder auch fehlendes Bewusstsein, von Gott geliebt zu werden und in Begleitung Deines Herrn zu leben können durchaus Belastungen darstellen.

Kappe also alle Schlingen, die Dich fesseln und schüttle die Bürden von Dir ab – dann steht einem kraftvollen Sprint nichts im Wege! Jetzt macht es auch Sinn, das Ziel konkreter ins Auge zu fassen. Jesus Christus hatte wohl weit schwerere Lebensumstände als wir. Wir wissen: Er hat aber seinen Lebensweg und Seinen Auftrag nicht nur im Glauben begonnen, sondern auch vollendet/erfüllt. Schaue auf ihn und die Wolke von Zeugen und erkenne: das Glaubensleben lohnt sich, also weg mit dem Ballast.

Es gibt da noch zwei weitere Mehrwerte, wenn Du straight auf das Ziel zurast:

Verändere Dein Umfeld, indem Du Deine Stärke in Gott findest und schöpfst:

„6 Glückselig der Mensch, dessen Stärke in dir ist, in deren Herzen gebahnte Wege sind! 7 Wenn sie durchs Tränental gehen, machen sie es zu einem Quellenort; ja, mit Segnungen bedeckt es der Frühregen.“ (Psalm 84:6-7)

Werde ein Orientierungspunkt und Wegweiser für andere Christen:

„12 Darum »richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie«, 13 und »macht gerade Bahn für eure Füße«, damit nicht das Lahme vom Weg abkomme, sondern vielmehr geheilt werde.“ (Hebräer 12:12-13)

Du siehst, es lohnt sich wirklich, eine gründliche Inspektion durchzuführen – bei Zweifeln schau Dir Christus und die Wolke von Zeugen an. Du hast hier wirklich einen Best-Practice-Guide in Gottes Wort, der Dir eine Leben auf der Überholspur ermöglicht!

Oliver Attendorn

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