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Die Bibel enthält mehrere konkrete Methoden, die Deine seelische Gesundheit und Dein inneres Gleichgewicht unterstützen. Eine sehr hilfreiche zur Reflexion und Projektion findest Du beispielsweise in Psalm 42. Wir erkennen ein Zwiegespräch zwischen Geist und Seele, was Achtsamkeit voraussetzt, also das Beobachten Deines eigenen Lebens.
Wir stehen in unserer schnelllebigen Zeit in Gefahr, dass der Blick in unser Inneres abgelenkt wird, sodass wir unser Leben ein Stück weit „unbewusst“ führen. Die Konsequenz ist dann, dass wir z.B. eine DepressionEine Depression ist eine aus medizinischer Sicht ernste und behandlungsbedürftige Erkrankung. Sie beeinflusst das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen. Die kann viele Formen annehmen, beispielsweise eine depressive Episode (ICD10 F32.-) oder auch eine chronifizierte Form erreichen (rezidivierende depressive Störung; ICD10 F33.-). oder andere seelische Störungen erst erkennen, wenn sie bereits weit fortgeschritten sind. Stellen wir uns Achtsamkeit wie eine Inspektion vor, bei der wir uns Zeit nehmen, unsere Gedanken und Empfindungen „auf Herz und Nieren“ zu prüfen und ggf. zu korrigieren.
Gehen wir den angesprochenen Psalm 42 jetzt auszugsweise durch:
„1 Dem Vorsänger. Ein Maskil von den Söhnen Korahs. 2 Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott! 3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht? 4 Meine Tränen sind mir zur Speise geworden Tag und Nacht, da man den ganzen Tag zu mir sagt: Wo ist dein Gott?“
Eine schwere Situation, in der sich die Söhne Korahs dort befanden. Das innerliche Gefühl der Einsamkeit, gepaart mit dem Empfinden, dass Gott fern ist, wird auch noch durch die Schmährufe „Wo ist dein Gott?“ verstärkt. Ein sehr starker Hebel Satans, um DepressionEine Depression ist eine aus medizinischer Sicht ernste und behandlungsbedürftige Erkrankung. Sie beeinflusst das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen. Die kann viele Formen annehmen, beispielsweise eine depressive Episode (ICD10 F32.-) oder auch eine chronifizierte Form erreichen (rezidivierende depressive Störung; ICD10 F33.-). und BitterkeitUnter einer Verbitterung verstehen wir z.B. einen länger anhaltenden Groll (auf sich selbst und/oder andere Personen), der meist mit einer negativen Lebenshaltung/Weltanschauung einhergeht. Sie kann zu einer chronifizierten Form führen, die "Posttraumatische Verbitterungsstörung" (PTED) und wird mit ICD10 F43.8 klassifiziert. zu schaffen und zu nähren.
Reflexion
Der Blick wendet sich jetzt von den Umständen in dass Innere, der Blick fällt auf eine gebeugte und unruhige Seele:
„6 Was beugst du dich nieder, meine Seele, und bist unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen für die Rettung seines Angesichts.“
Es ist eine schöne Szene, wenn wir uns die beruhigende Wirkung auf die lamentierende Seele vorstellen. Trotzig erklären wir unserer Seele, dass es keinen Grund zur Unruhe und Niedergeschlagenheit gibt und der Beginn des dankbaren Lobpreises nur eine Frage der Zeit ist.
Projektion
Kraft für diese Vorgehensweise finden die Söhne Korahs in dem Projizieren erfahrener Hilfe und bewusstem Einbeziehen Gottes, dem allmächtigen Helfer.
„7 Mein Gott, es beugt sich nieder in mir meine Seele; darum denke ich an dich aus dem Land des Jordan und des Hermon, vom Berg Mizhar.“
„5 Daran will ich mich erinnern und in mir ausschütten meine Seele, wie ich einherzog in der Schar, mit ihnen schritt zum Haus Gottes, mit der Stimme des Jubels und des Lobes – eine feiernde Menge.“
Es lohnt sich, den Psalm ganz durchzuarbeiten und die Verse zu unterscheiden, ob Geist oder Seele sprechen. Es ist ein starker, innerer Kampf, in dem wiederholt die gleichen Argumente genannt werden.
Trotz ist (auch) gut!
„9 Am Tag wird der HERR seine Güte entbieten, und bei Nacht wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens. 10 Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen? Warum gehe ich trauernd umher wegen der Bedrückung des Feindes? 11 Wie eine Zermalmung in meinen Gebeinen verhöhnen mich meine Bedränger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott? 12 Was beugst du dich nieder, meine Seele, und was bist du unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, der die Rettung meines Angesichts und mein Gott ist.“
Wir alle kennen diese Phase sicher aus unserem Leben. Voller Zuversicht sagt man sich einen guten Bibelvers und ist ermutigt. Wenige Minuten später rauscht die Stimmung aber wieder ins Tal und das Hadern und Zetern beginnt von vorn.
Unsere Bitte für so Situationen: bleib standhaft – sei trotzig! Projiziere gute Erfahrungen mit Gott in Deine Umstände und helle sie dadurch auf. Bringe Deine Seele mit Deinem Glauben an den lebendigen Gott und Seine Zusagen zum Schweigen – denn Du wirst Ihn ja schließlich noch preisen, der die Rettung Deines Angesichts und Dein Gott ist!
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