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In diesem Blog-Beitrag untersuchen wir Zweifel, ihre häufigsten Ursachen und mögliche Überwindungsstrategien. Warum sollten Zweifel überwunden werden und worin grenzt sich der Zweifel von gründlichem Nachdenken und verantwortungsbewusstem Abwägen ab? Schließlich empfiehlt Gottes Wort dieses Prüfen doch:
„9 Und um dieses bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und aller Einsicht, 10 damit ihr prüfen mögt, was das Vorzüglichere ist, damit ihr lauter und ohne Anstoß seid auf den Tag Christi“ (Philipper 1:9-10)
„1 Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiligesGrundsätzlich bedeutet "Heilig" eine Absonderung für Gott ("Gottesweihe"). Dabei kann es sich neben Menschen um Geräte, Gebäude, Regionen (Berge) oder anderes handeln. Unheilig beschreibt den Zustand, dass etwas sich nicht mehr absondert, bzw. seine Absonderung ablehnt., Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, was euer vernünftiger Dienst ist. 2 Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ (Römer 12:1-2)
Gleichermaßen kritisiert Gottes Wort aber ausnahmslos Zweifel:
„5 Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden. 6 Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifelnde gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. 7 Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird; 8 er ist ein wankelmütiger Mann, unstet in allen seinen Wegen.“ (Jakobus 1:5-8)
„23 Wahrlich, ich sage euch: Wer irgend zu diesem Berg sagen wird: Werde aufgehoben und ins Meer geworfen! – und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt –, dem wird es werden.“ (Markus 11:23)
“ 14 Tut alles ohne Murren und zweifelnde Überlegungen, 15 damit ihr untadelig und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr scheint wie Lichter in der Welt“ (Philipper 2:14-15)
Zusammengefasst führen Zweifel zu Unsicherheit, Kleinglauben und dazu, dass wir ein schwaches Zeugnis in dieser Welt sind. Doch was ist so negativ an Zweifeln?
Warum sind Zweifel negativ?
Im Gegensatz zu Überlegungen, die vor einer Entscheidung bzw. einem Beschluss getätigt werden, ziehen Zweifel einen bereits beschlossenen Schritt in Frage. So wende ich mich beispielsweise im Gebet an Gott und vertraue, dass Er mich hört und erhören wird (was nicht bedeutet, dass Er dies wunschgemäß tut), beginne dann aber evtl. zu zweifeln und der Glaube schwindet. Ein Beispiel finden wir in dem zweifelnden Thomas:
„24 Thomas aber, einer von den Zwölfen, genannt Zwilling, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25 Da sagten die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich nicht glauben. 26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und stand in der Mitte und sprach: Friede euch! 27 Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ (Johannes 20:24-28)
Thomas hatte vielfach von dem Sterben Christi und Seiner Auferstehung gehört. Vielleicht weckte es Zweifel, dass Christus alles „mit sich machen“ ließ, was an Seiner Allmacht zweifeln ließ, vielleicht war es auch ein anderer Grund. Wir sehen aber, dass die Zweifel in Widerspruch zu dem Glauben einzuordnen sind.
Erfahrungsgemäß legen sich Zweifler oftmals selbst Fesseln an, da sie an der völligen Freiheit in Christus zweifeln oder diese gar negieren. In ihren Zweifeln drehen sie sich oft im Kreis, da es keinen „zweifelsfreien“ Ausweg gibt.
Wie „ticken“ Zweifler?
Der Umgang mit Zweiflern ist oft frustrierend, insbesondere bei gemeinsamen Unterfangen. Sie legen sich oft nicht fest und vertreten auch keine belastbare Meinung. Oft benötigen sie Impulse von Außen, da sie sich zu keiner Entscheidung durchringen können – blockieren dabei aber häufig jeden Lösungsansatz.
Zweifel blockieren auch oft den Mut und dem Leben zugehörige Aspekte wie Wagnis oder Risiko werden nicht rational eingeschätzt, sondern eher pauschal gemieden. Es ist ermüdend, wenn mein Gegenüber dann aus seinen Zweifeln in die Erwartungshaltung eines Fehlschlags wechselt, sobald der erste Schritt getan wird. Oft werden diese Zweifel von Misstrauen und dem Erwarten von Strafe flankiert und eines oder mehrere der folgenden Ziele verfolgt:
- Entscheidungen werden möglichst gemieden und gewartet, dass sich eine Lösung „ergibt“. Das liegt vielfach darin begründet, dass man Entscheidungen auch verantworten muss. Zweifler sind häufig Kritiker anderer Entscheidungsträger, die selbst aber keine Verantwortung übernehmen möchten.
- Fehler sollen möglichst vermieden werden. Jede Entscheidung birgt die Gefahr, einen Fehler zu machen. Ausbleibende Entscheidungen führen daher auf den ersten Blick zu Fehlerlosigkeit, wozu lang andauernde Zweifel ein Mittel zum Zweck sind. Erkennbar stehen Sach-Zweifel meist in Zusammenhang mit Selbst-Zweifeln oder auch Minderwertigkeitsgefühlen.
- Ein häufiges Ziel ist auch, sich „alle Türen offen halten“ zu wollen. Entscheidungen für eine Sache schließen die anderen Optionen aus – oft irreversibel.
Zusammengefasst verfolgen Zweifel das Ziel des Stillstands, auch wenn sie dies hervorragend verschleiern bzw. maskieren.
Zweifel vs. Selbstwertgefühl?
Zweifel haben oft einen zersetzenden Einfluss auf unser Selbstverständnis und unser Selbstwertgefühl. Oft wird letzteres in Kontrast zu Demut gesehen und der eigene Wert – eines geliebten Kindes Gottes – geradezu akribisch auf mögliche Fehlerquellen untersucht und herabgesetzt. Fehler auszumerzen ist gut – mögliche Gründe für ein zukünftiges Scheitern zu suchen, aber eben nicht.
Fehlerorientierung und ein geringes Selbstwertgefühl führen aber oft zu folgenden Hemmnissen:
- Fehlendes Zutrauen hindert daran, das Leben zu meistern.
- Oft blockieren Zweifel den Mut, Aufgaben in Angriff zu nehmen.
- Zweifel und geringes Selbstwertgefühl fördern die Selbstkritik und durchlöchern das Selbstvertrauen.
- Ebenso verstärken sie eine Unsicherheit, die von Gott gegebenen Gaben auch einzusetzen.
So falsch Selbstüberschätzung und unnüchternes Einschätzen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auch sind – ein Leugnen oder Herabsetzen derselben ist ein gewaltiges Hemmnis in Dienst und Alltag eines Christen.
Sind Selbstzweifel negativ?
Das kann ich nur bestätigen und gern meine Sicht schreiben: Selbstzweifel („Ich weiß nicht, ob ich den Marathon schaffe“) sind negativer als eine gesunde Selbstüberzeugung („Ich weiß, dass ich nur einen Halbmarathon schaffe“). Doch die meisten „Zweifler“ haben sich nie eine rationale und objektive Selbsteinschätzung auf Basis des Wortes Gottes „erlaubt“.
Selbstzweifel gründen sich nicht immer auf Erfahrungen, wo wir versagt haben. Sie sind oft durch unser Umfeld „implantiert“, also Ergebnis eingetrichterter, negativer Gedanken. Oft gab es Situationen, in denen Betroffene geschult wurden, in eigentlichen Erfolgen doch wenigstens einen Anteil der Versagens zu finden.
Kann Zweiflern geholfen werden?
Ich meine Ja, auch wenn ich nur von eigenen Erfahrungen und von Fällen sprechen kann, die uns bekannt sind. Wir möchten aber auf die vier häufigsten Hilfen eingehen:
Selbstannahme: Akzeptiere Dich, wie Gott Dich sieht
Selbstannahme führt nicht zu Egozentrik, sie umfasst Deine Stärken und Schwächen, Deine Fehler und Deine Erfolge. Sie sieht Dich zugleich als ehemaligen Sünder und als geliebtes Kind Gottes. Sie akzeptiert Grenzen in gleichem Maß wie das Potential und in ebendiesem Maß Gottes Wege und Schranken. Ein biblisches Beispiel wir in dem Apostel Paulus:
„9 Denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht wert bin, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Versammlung Gottes verfolgt habe. 10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir war.“ (1.Korinther 15:9-10)
Wir müssen uns ins Gedächtnis rufen, dass der Sündenfall aus Zweifeln bzw. von Zweiflern geschah. Die zersetzende Frage Satans „Hat Gott wirklich gesagt?“ ist sicher ein Ansatz, den er auch heute noch oft praktiziert. Denn Zweifel entzweit uns in mancherlei Hinsicht von unserem Gott.
Der in Jakobus 5:8 mit „wankelmütig“ übersetzte Begriff „δίψυχος“ könnte besser mit „doppelseelig“ (englisch: „double-minded“) übersetzt werden, analog zu der Redewendung „zwei Seelen schlagen in einer Brust“. So kann unser Herz auf der einen Seite mit Glauben, Vertrauen und Gewissheit schlagen, ebenso aber mit Misstrauen, Zweifel und Kleinglauben. Was ist nun der Ausweg, wie können wir diese immer wieder an uns nagen wollenden Zweifel überwinden?
Machen wir uns bewusst, dass Zweifel und Gewissheit unvereinbare Gegensätze sind. Ebenso ist Gewissheit kein Gefühl, das sich auf uns selbst gründet. Gewissheit gründet sich auf den ewigen Gott und Seine Zusagen:
- Es ist gewiss, dass Du von Gott bejaht bist – zweifelsohne!
- Es ist gewiss, dass Gott Dich vorbehaltlos liebt – zweifelsohne!
- Es ist gewiss, dass Du von Gott erlöst und in Christus bist – zweifelsohne!
- Es ist gewiss, dass Du alles zu tun vermagst, der Dich kräftigt – zweifelsohne!
Wir könnten diese Liste beliebig fortsetzen – das wäre Dir vielleicht eine gute Hilfe und Aufgabe – vertraue Seinen Zusagen, nicht Deinen Stimmungen. Mache einen Glaubenssprung in die Glaubensgewissheit und verlasse bzw. überwinde Deine Zweifel an Gott und an dem, was Er aus Dir gemacht hat!
Vergleiche Dich nicht mit anderen!
Allzu oft schauen wir auf andere Christen, Influencer oder Spitzensportler. Ebenso begabte(re) Glaubensgeschwister können unseren Neid hervorrufen und Selbstzweifel wecken bzw. nähren. Selbstannahme fokussiert aber, dass Gott uns zu einem Mix einzigartiger Fähigkeiten und Fertigkeiten gemacht hat. Wir sollten allerdings das Einschlagen von Nägeln Gottes Hämmern überlassen und uns als Säge im Dienst treu zeigen und bewähren.
Als Glaubensgeschwister sind wir ein lebendiger Organismus Gottes. Vielleicht bist Du ja wirklich nur ein „kleines Rad im Getriebe“, dennoch treiben diese oft die großen Zahnräder an und ohne Dein Wirken kommt es evtl. zum Stillstand.
Meide „Wenn-dann“-Argumentationen
Wir kennen das sicher jeder aus seinem Leben: „Wenn ich Abitur gemacht hätte, könnte ich gutes Geld verdienen!“, „Wenn ich rhetorisch so begabt wäre wie Bruder x oder mir Bibelstellen merken könnte wie Bruder y, dann könnte ich eine wertvolle Stütze der Gemeinde sein!“.
Das kann auf den ersten Blick auch rational zutreffend sein, dennoch enthalten sie ebenfalls Aussagen über aktuelle Defizite. Es wäre nicht gut, jeden vergangenen Lebensschritt pauschal gut zu heißen, dennoch sind diese „Wenn-dann“-Argumentationen Nährboden für unangebrachte Selbstzweifel. Es ist gut, konstruktiv an seinen Zielen zu arbeiten und nicht durch Zweifel auf der Stelle zu treten.
Mache Deine Zweifel zum Gebetsgegenstand
Wir haben deutlich erkannt, dass Zweifel nicht von Gott gewollt und ein hemmender und zersetzender Störfaktor im Leben sind. Sprich offen mit Deinem liebenden Vater im Himmel über diesen Mangel und bitte Ihn um Weisheit, ein Leben in Gewissheit und von Ihm abhängiger Entschlussfreudigkeit zu führen. Lass Dich dabei durch folgende Verse ermuntern:
„5 Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden.“ (Jakobus 1:5)
„6 Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.“ (Hebräer 11:6)
Er sieht Deinen Mangel an Weisheit, wie Du Deine Zweifel überwinden kannst. Doch wird Er Dir diese Weisheit geben und Dir Deinen Mangel nicht vorwerfen. Dass Du ihn „aufsuchst“ im Bewusstsein, dass Er existiert und Dich hört, wird Er lohnen – allein für das Aufsuchen.
„16 Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.“ (Hebräer 4:16)
Dazu wünschen wir Dir als Team Gottes Segen!
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